Iltis
In der Figur ist der Iltis
den beiden echten Marder ähnlich, wenn er auch etwas geringer ist. In der Färbung
hingegen unterscheidet er sich deutlich. Während die beiden Marder unterseits
hell und oberseits dunkel gefärbt sind, ist die Bauchseite des Iltis dunkel,
fast schwarz, während der Rücken heller erscheint (er ist "verkehrt gefärbt").
Auch fehlt ihm der Kehlfleck der Marder. Das Gesicht ist weiß-braun gefleckt,
die Unterwolle schimmert hell durch die locker stehenden Deckhaare. Die Rute ist
kürzer als bei den Mardern. Der Iltiss
hat im Unterschied zum Marder nur 34und nicht 38 Zähne .
Typisch
für die lltisspur ist der "Dreisprung“ das heißt an sieht von jedem
Vorwärtssprung nicht vier sondern nur drei Trittsiegel, ein Spurenbild das
gelegentlich auch bei den Marder vor kommt.
Tagsüber
sieht man ihn selten, es sei denn man hätte ihn aus seinem Tagesversteck
vertrieben. Er bewegt sich hauptsächlich am Boden, klettert wenig, ist aber ein
geschickte Schwimmer, denn er hält sich gern am Wasser auf, wo er auf
"Wasserratten" (Wanderratte, Wühlmäuse, auch Bisam) und Frösche
jagt . Wo Enten brüten, schont man ihn gern, weil er ein großer Feind der
Wanderratten ist, die ihrerseits für die Jungenten gefährlich sind.
Man
findet zuweilen Vorratskammern in seinem Jagdrevier, in denen er durch Biß
gelähmte Frösche und andere Lurche speichert .
Der Iltis ist weit weniger anpassungsfähig als der Steinmarder. Infolge
der Verbauung und Verschmutzung von Gewässern und des modernen Umbaues
landwirtschaftlicher Gebäude wurden seine Lebensmöglichkeiten stark eingeengt.
Als "Kleintierjäger" suchte er vor allem im Winter gern Gehöfte, Ställe
und Scheunen auf, wo er Mäuse und Ratten erbeutete und auch dem Hausgeflügel
nachstellte. Günstige Lebensbedingungen findet er noch, wo Wildkaninchen häufig
sind. Er erbeutet sie , vor allem Jungkaninchen - nicht nur "über der
Erde", sondern folgt ihnen in die Baue. Diese Eigenschaft hat dazu geführt,
daß die Menschen im ursprünglichen Verbreitungsgebiet des Wildkaninchens (Südwesteuropa)
schon frühzeitig Iltisse zähmten und zur Jagd auf Kaninchen abrichteten. So
ist aus dem Iltis eine Haustienform entstanden, das Frettchen. Die Jagd mit dem
Frettchen hat sich zugleich mit dem Wildkaninchen während des Mittelalters über
West- und Mitteleuropa ausgebreitet. Der Iltis wird volkstümlich auch als
"Stänker bezeichnet. Er ist (wie die Wiesel ein Vertrete der "
Stinkmarder": Das zur Reviermarkierung , benutzte Sekret der Analdrüsen
duftet besonders intensiv. Die Losung ähnelt der der Marder nur ist sie etwas
kleiner als diese, und manchmal mit Fischschuppen durchsetzt.