Die Wanderratte
Die in unseren Breiten auftretenden Ratten sind hauptsächlich Wanderratten (rattus norvegicus). Sie sind einer der größten Feinde unserer Niederwildpopulation.
Die Verfügbarkeit von Ressourcen bestimmt die Populationsdichte. Unter idealen
Lebensbedingungen kann ein einziges Rattenpaar über 300 Nachkommen im Jahr
produzieren.
Körperbau:
Gewicht: 300 g
Kopf-Rumpflänge: 25-25 cm
Schwanzlänge: 15-20 cm
Kleine Augen, abgerundete Schnauze
Nahrung:
Allesfresser, frisst etwa 300 g am Tag, müssen am Tag ca. 50 ml Flüssigkeit aufnehmen.
Lebensraum:
Die Wanderratte lebt im Freien, am Gewässern, in der Kanalisation und in
Gebäuden. Sie legt unterirdische Bauten an, schwimmt und klettert gut
Population:
Sie lebt ca. 9-18 Monate lang, die Weibchen gebären 3-5 mal pro Jahr 8-10
Junge pro Wurf.
Bekämpfung:
Heute wird die Rattenbekämpfung über die §§ 10 a und 13 des
Bundesseuchengesetzes
geregelt. In den bestehenden Länder-Verordnungen zur Rattenbekämpfung wird
gefordert, dass durch ausgelegte Köder keine Gefährdung für Menschen, Haustiere
und andere Nutztiere bestehen darf. Aus diesem Grund werden bei
Bekämpfungsaktionen durch professionelle Schädlingsbekämpfer im Außenbereich
wetterfeste und zugriffsichere Köderstationen aufgestellt.
Die Bekämpfung von Ratten erfolgt überwiegend durch das Auslegen von Fraßködern
in speziellen, dafür geeigneten Boxen. Die Tiere suchen aufgrund ihres
Bedürfnisses nach Schutz die Boxen auf und nehmen dabei den Köder auf. Dabei
kommen verschiedene Köder zur Anwendung.
Als Wirkstoffe kommen heute generell Cumarinderivate (Stoffe, die die
Blutgerinnung hemmen) zum Einsatz. Sie sind in ihrer Konzentration für den
Menschen zwar ungefährlich, trotzdem muss der Einsatz dieser Mittel mit der
notwendigen Sachkenntnis und unter Berücksichtigung der erforderlichen
Sicherheitsbestimmungen erfolgen. Diese Wirkstoffe wirken zeitverzögert, da
Ratten in der Lage sind, zumindest über kürzere Zeit, Ursache und Wirkung
miteinander zu verknüpfen.
Köderboxen

